Sagenhaft – monumental – einzigartig! Wer die Bergwelt der Dolomiten beschreibt, kommt um Superlative nicht herum. Ob im Sommer oder Winter, die Bergzacken ziehen einen magisch an. Skifahren auf 1200 Kilometern präparierten Pisten, wandern auf einem der 10 Höhenwege mit stets grandioser Aussicht, Tagesausflüge zum Pragser Wildsee und nach Cortina d’Ampezzo über unzählige Pässe oder einfach einen Tag Wellness im Hotel geniessen, das Südtirol bietet Freizeitaktivitäten in Hülle und Fülle.

Seit der Auszeichnung der UNESCO im Jahre 2009 gehören die spektakulären Kalksteinspitzen, allen voran die «Drei Zinnen» zu den schönsten Bergen der Welt. Sogar der berühmte Architekt «Le Corbusier» bezeichnete die Dolomiten als «die schönste natürliche Architektur der Welt». Um die Schönheit dieser Berge auf sich wirken zu lassen, muss man hinfahren, eintauchen und geniessen. Wer mit dem Zug anreist, muss ab Zürich rund sieben Stunden einplanen. Wer mit dem Auto unterwegs ist, spart bei guten Verkehrsverhältnissen etwas Zeit. Idealerweise sucht man für sich einen Basisort, von wo aus man die wunderschöne Landschaft jeden Tag aufs Neue entdecken kann. Ich hab’ für mich die Region Alta Badia im Herzen der Dolomiten entdeckt und dabei eher zufällig eine Unterkunft gefunden, die analog der majestätischen Berge Ausstrahlungskraft und Magie versprüht. Etwas ausserhalb des ladinischen Bergdorfs La Villa auf 1400m Höhe - umgeben von den UNESCO Naturparks Puez-Geisler und Fanes-Senns-Prags - begrüsst die Gastgeberfamilie Castlunger und Team  ihre Gäste mit viel Charme, Herzlichkeit und Gastfreundschaft.

Das ladinische Bergdorf La Villa im Gadertal ist ein beliebtes Ferienziel für echte Naturliebhaber und Aktivurlauber. Auch was Events von weltweitem Interesse anbelangt, ist der Ort ein wahrer Hotspot: Im Sommer startet hier jeweils der Radmarathon «Maratona dles Dolomites» und kurz vor Weihnachten wird der Ort alljährlich zum Zentrum des internationalen Skiweltcups, wenn die besten Skirennfahrer der Welt die berühmte Gran Risa runtercarven. Perfekt für alle Skifahrer ist die Anbindung ans Skigebiet Dolomiti Superski mit insgesamt 1200 Pistenkilometern und einem einzigen Skipass! Zwölf Skigebiete sind ideal miteinander verbunden und dürfen sich als das grösste Skigebiet der Welt nennen. Von Alta Badia aus geht’s auf der Sellaronda auf den spektakulären Skirundkurs, welcher auf Sesselliften und Skipisten über die vier Dolomitenpässe rund um den Sellastock führt. Die zusammenhängende Tour verbindet die vier ladinischen Täler Gardena, Alta Badia, Arabba und Val di Fassa und kann gut an einem Tag in einer der beiden Richtungen befahren werden. Klingt unglaublich? Ist es auch - unglaublich toll! Traumhafte Abfahrten, Snowparks, Nachtskifahren und zahlreich einladende Hütten mit köstlichen Speisen – Wintersportgenuss pur erwartet Sie!

Der Name «Dolomiten» stammt übrigens vom Geologen und Mineralogen Déodat Gratet de Dolomieu. Der französische Forscher führte im 18.Jahrhundert die ersten Gesteinsproben durch und analysierte die Zusammensetzung. Ihm zu Ehren benannte man die gesamte Gebirgsgruppe Dolomiten und das Mineral Dolomit.

Nebst den vielen Aktivitäten, die man im Winter in Alta Badia erleben kann, zählen im Sommer Bergsteigen und Wandern zu den beliebtesten Sportarten. Kein Wunder bei dieser Kulisse! Gleich vor der Tür wartet der Hausberg Sassongher, um von Ihnen bezwungen zu werden. Die Besteigung des 2665 Meter hohen Bergs zählt zu den Klassikern in Alta Badia. Für diese Wanderung sollte man aber unbedingt trittsicher und schwindelfrei sein. Etwas gemütlicher wandert man beispielsweise von der Bergstation der Col Alto Gondelbahn über farbige Alpenblumenwiesen zur Pralongiá Hütte, die auf knapp 2200 Metern liegt. Das Panorama ist überwältigend. Bei guter Sicht erblickt man nicht nur die Gadertaler Dolomiten sondern auch den Gletscher des Marmolada. Oder Sie tasten sich an einen der 10 Dolomiten Höhenwege ran, welche alle als Tagesetappen oder aber auch am Stück gewandert werden können.

Für Roadtripfans und Pässefahrtliebhaber kann ich zwei Rundtouren wärmstens empfehlen, die die ganze Schönheit der Dolomiten widerspiegeln. So ist die Sellaronda über die vier Dolomitenpässe auch im Sommer mit dem Velo, Töff oder dem Auto ein grossartiges Erlebnis. Via Grödner Joch geht’s zuerst nach Val Gardena. Dass das Grödner Tal auch als das «Tal der Holzschnitzer» bezeichnet wird, ist weitum bekannt. Dass hier aber auch die grösste handgeschnitzte Krippe der Welt steht, geschaffen von einheimischen Künstlern, das dürften einige Südtirolurlauber wahrscheinlich noch nicht wissen. Jahr für Jahr kommen neue Figuren dazu; die Krippe kann übrigens auch im Sommer bewundert werden. Übers Sellajoch und den Pass Pordoi, der bereits in der italienischen Provinz Trentino liegt, geht’s via Bergdorf Arabba und den Pass Falzarego zurück ins Südtirol und nach Alta Badia.

Eine zweite schöne Rundtour beginnt auch vor der Haustür mit einer Fahrt durchs liebliche Gadertal. In der dreisprachigen Kulturregion wird übrigens Deutsch, Italienisch und Ladinisch gesprochen. Hoch über dem Dörfchen St. Martin in Thurn wurden die antiken Gemäuer des Ciastel de Tor in ein interaktives Museum verwandelt, dass die Geschichte und Kultur der einheimischen Bevölkerung beleuchtet wie etwa das Ladinisch, das auf ein gesprochenes Volkslatein zurückgeht (gleichbedeutend mit dem in der Schweiz bekannten Rätoromanisch) wie auch etliche Sagengeschichten, die ihren Ursprung in der einzigartigen Gebirgslandschaft der Dolomiten haben. Zuunterst im Gadertal angekommen, biegen wir ab ins Pustertal und zum malerischen Pragser Wildsee, einem der meistbesuchten Orte der Dolomiten, den man in einer knappen Stunde umwandern und aus allen Blickwinkeln fotografieren kann. Weiter geht die Fahrt via Toblach ins Höhlensteintal, wo Sie am Aussichtspunkt Drei-Zinnenblick die drei berühmten Zacken ein erstes Mal zu Gesicht bekommen. Wer den Monumenten noch näherkommen möchte, der benutzt die Mautstrasse hoch zur Auronzohütte. Von hier aus startet der Rundweg-Klassiker «Giro delle Tre Cime», der in 3,5 Stunden um die Kleine, Grosse und die Westliche Zinne führt. Nach einer kleinen Stärkung am Lago d’Antorno führt die Fahrt vorbei am Misurinasee und über den Passo Tre Croci ins mondäne Cortina d’Ampezzo, wo man sich überlegen könnte, das eine oder andere Souvenir für die Liebsten zuhause einzukaufen. Wer sich an den atemberaubenden Panoramen noch nicht satt gesehen hat, dem empfehle ich, auf dem Retourweg über den Pass Falzarego in Passnähe noch in die Luftseilbahn zu steigen, um in drei Minuten auf den fast 2800m hohen Berg Lagazuoi zu kommen.

Satt – aber definitiv in einem anderen Sinn - wird man beim leckeren 4-Gänge-Dinner im schmucken Naturhotel Miraval – alles liebevoll und köstlich zubereitet vom Chef persönlich.

Doch zuvor schlüpfen Sie in Ihren Bademantel und entspannen Sie in der hauseigenen Sauna, im Dampfbad oder im Whirlpool an der frischen Bergluft – das Dolomitenglühen, auf Ladinisch «Enrosadira» gibt’s kostenlos dazu.

Impressionen

Aufgezeichnet von Michael Bachmann
Weitere Reisebilder unter www.kissed-by-nature.com​​​​​​​​​​​​​​